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Namen der nordischen Mythologie: 100 Namen mit Bedeutung

VikingsBrand
Von VikingsBrand20 Min. Lesezeit · Veröffentlicht am 23.6.2020 · Aktualisiert am 15.10.2026
Viking Age runestone carved with a serpent-band of Urnes interlace and a Younger Futhark runic inscription picked out in oxblood pigment

Hier findest du eine vollständige Liste mit Namen aus der nordischen Mythologie: 50 männliche und 50 weibliche, jeweils mit ihrer Bedeutung. Die Liste umfasst die großen Götter und Göttinnen (Odin, Thor, Loki, Frigg, Freya, Tyr, Heimdall, Baldur) ebenso wie Riesen, Zwerge, Walküren und Helden wie Sigurd und Gunnar. Zu jedem Eintrag erfährst du, was der Name bedeutet und wer ihn in den Mythen trug.

Zum Spannendsten an der nordischen Mythologie gehören ihre vielen Gestalten: Kreaturen, Gottheiten, Götter und zahllose andere Wesen. Die Geschichten hinter ihnen sind traumhaft seltsam und ziehen jeden in ihren Bann, der Fantasy liebt.

Viele Wesen des nordischen Mythenkosmos werden ausführlich beschrieben, andere kennen wir nur als Namen in alten Namenslisten. Ihre Geschichten sind oft so eng miteinander verflochten, dass jede einzelne einzigartig und ungewöhnlich wirkt. Selbst die Gestalten mit den kleinsten Rollen trugen ihren Teil zum Verlauf und zum Ausgang der nordischen Sagen bei.

Besonders auffällig und erwähnenswert sind die Namen der nordischen Mythologie. Die heutigen skandinavischen Sprachen sind schon interessant, das Altnordische aber ist noch reizvoller. Alle heutigen skandinavischen Sprachen wurzeln in der altnordischen Sprache, und das gilt auch für die Namen. Mit unserem kostenlosen Altnordisch-Übersetzer kannst du die Namensbestandteile selbst erforschen. Er enthält eine Tabelle belegter Namen aus der Wikingerzeit (Bjǫrn, Ragnarr, Ástríðr, Freydís) mit der in der Forschung üblichen Deutung der einzelnen Bestandteile.

Schwarz-weiße Illustration nordischer Götter mit ihren Namen

Berühmte Namen der nordischen Mythologie

Kinder bekamen ihren Namen oft nach einem verstorbenen Verwandten, etwa dem Großvater, denn man glaubte, dass mit dem Namen auch etwas von dessen Glück und Wesen weiterlebte. Den Namen gab der Vater, wenn er das Neugeborene mit Wasser besprengte und es damit als sein Kind annahm (altnordisch ausa vatni; die Hávamál erwähnen den Brauch in Strophe 158). Beliebt waren außerdem Namen mit einem Götternamen wie Thor (Thorstein, Thorbjörn) und Namen aus Wörtern für Kampf, Sieg und Schutz.

Heute widmen wir uns den bekanntesten männlichen und weiblichen Namen. Jeder Name der nordischen Mythologie hat seine eigene Geschichte und einen Grund, warum er einem Kind gegeben wurde. Manche dieser Namen kommen dir vielleicht bekannter vor als andere, doch alle haben die skandinavischen Länder über Jahrhunderte geprägt.

Die bekanntesten männlichen Namen der nordischen Mythologie

Viele dieser Namen kennen sogar Menschen, die über die nordische Mythologie wenig wissen. Einige sind durch Bücher, Filme und sogar Spiele so verbreitet, dass du zumindest ein paar davon mit ziemlicher Sicherheit schon gehört hast. Hier ist unsere Liste der einflussreichsten männlichen Namen der nordischen Mythologie.

Beginnen wir mit den wichtigsten Namen der nordischen Mythologie:

1. Borr: Von diesem Namen gibt es mehrere Schreibvarianten wie Bor, Bör oder Bur. Im Altnordischen bedeutet Borr (oder Burr) „Sohn“. Borr war der Sohn Búris und der Ehemann Bestlas. Er war außerdem der Vater des Allvaters Odin sowie von Vé und Vili. Und er hatte einen mächtigen Enkel: den gewaltigen Donnergott Thor.

2. Vé: Wie seine Brüder Vili und Odin gehört Vé zu den Schöpfergöttern: Die drei Söhne Borrs töteten den Urriesen Ymir und schufen aus seinem Körper Himmel und Erde.

3. Vili: Nach Snorri der zweite Sohn Borrs und ein Bruder von Odin und Vé. Frei aus dem Altnordischen übersetzt bedeutet der Name „der Wille“. Gemeinsam mit seinen beiden Brüdern wirkte Vili an der Erschaffung von Himmel und Erde mit.

4. Odin: Wohl einer der berühmtesten Namen der nordischen Mythologie, damals wie heute. Der Allvater Odin lebte im großen Asgard und herrschte über alle neun Welten des nordischen Kosmos. Mit Odins Namen verbinden sich zahlreiche Dinge: Königtum, Weisheit, Heilung, der Galgen, Kampf, Krieg, Sieg, Tod, Raserei, Dichtung, Zauberei, Wissen und vieles mehr.

5. Thor: Der mächtige Donnergott und Sohn des Allvaters Odin. Thor galt auch als Gott der Stärke und als Beschützer von Göttern und Menschen. Seine größte Waffe war der gewaltige Hammer Mjölnir (altnordisch Mjǫllnir), den er in die Schlacht trug. Stöbere gern in unserer Kollektion mit Thors Hammer und Mjölnir-Schmuck.

Thor in seinem Wagen, gezogen von seinen Ziegenböcken

Thor in seinem Wagen

6. Loki: In modernen Comics und Filmen ist Loki Thors Adoptivbruder und Odins Ziehsohn, den Odin als Baby aus dem Reich der Riesen (altnordisch Jötnar) holte. In den Mythen selbst ist er der Sohn des Riesen Fárbauti und Odins Blutsbruder (Lokasenna, Strophe 9), der in Asgard unter den Göttern lebt. Loki gilt als Gott des Unfugs und der Listen.

7. Máni: In der nordischen Mythologie der Mondgott. Das altnordische Wort Máni bedeutet „Mond“. Nach Snorri lenkt er den Lauf des Mondes. Die Funken aus Muspelheim, dem Reich des Feuers, hatten dagegen die Söhne Borrs als Gestirne an den Himmel gesetzt.

8. Heimdall: Ein weiterer Gott aus Asgard. Seine Aufgabe war es, die Brücke Bifröst zu bewachen, die Asgard mit Midgard, der Welt der Menschen, verbindet. Heimdall galt als der Wächter, war aber auch ein außerordentlich geschickter Krieger.

Als Nächstes kommen die weniger bekannten männlichen Namen.

9. Gandalf: Auch dieser Name ist ungeheuer beliebt. In den letzten Jahrzehnten wurde er dank großartiger Fantasy-Literatur und zahlreicher Verfilmungen dieser epischen Geschichten enorm populär. In der nordischen Mythologie hieß ein Zwerg Gandalf. Grob übersetzt bedeutet Gandalf „Stabalb“ oder „Zauberalb“.

10. Ask: Der erste Mensch, den die Asen erschufen. Sein Name stammt von der Esche. Nach der Völuspá (Strophen 17 und 18) fanden drei Götter am Strand zwei leblose Baumstämme, Ask und Embla, und gaben ihnen Atem, Verstand und Lebenswärme.

11. Alf: Grob aus dem Altnordischen übersetzt bedeutet Alf „Alb“ oder „Elf“. Der bekannteste Träger dieses Namens war König Alf, der um Alfhild warb.

12. Gunnar: Er war als großer Krieger bekannt, und das überrascht nicht, denn der Name Gunnar leitet sich von „gunnr“ ab, was „Kampf“ bedeutet, und von „-arr“, das auf „herr“ („Heer, Krieger“) zurückgeht.

13. Baldur: Der Sohn des Allvaters Odin und der Frigg. Aus dem Altnordischen übersetzt bedeutet der Name Baldur „Fürst“.

14. Njörðr: Ein Gott der nordischen Mythologie, der mit dem Meer, mit Wohlstand, Reichtum, der Seefahrt und der Fruchtbarkeit verbunden war.

15. Jarl: Ein kriegerischer Sohn des Gottes Rig. Er begründete ein großes Geschlecht von Kriegern. Der Name bedeutet „Edelmann“, und jarl war bei den Wikingern zugleich ein Adelstitel.

16. Sigurd: Eine weitere zentrale Heldengestalt der nordischen Mythologie. Der Name Sigurd setzt sich aus „sigr“ für „Sieg“ und „vardr“ für „der Wächter“ zusammen.

17. Hermod: Einer der Söhne des Allvaters Odin. Als Baldur durch Lokis List getötet wurde, kam er zu Hel, und Hermod war derjenige, der ebenfalls zu Hel ritt, um für Baldurs Leben zu bitten.

18. Sindri: Ein Zwergenname, den man heute meist mit dem Schmied der Götterschätze verbindet. In der Völuspá (Strophe 37) steht auf den Nidavellir ein goldener Saal von „Sindris Geschlecht“, und Snorri nennt diesen Saal selbst Sindri. Snorris Edda erzählt, wie ein Zwerg mit seinem Bruder Brokkr Mjölnir, den Ring Draupnir und den Eber Gullinbursti schmiedete; die Quellen nennen ihn unterschiedlich: Eine spätere Hand im Codex Regius schreibt Sindri, spätere isländische Überlieferung Eitri. Der Name gehört zu altnordisch sindr („Schlacke, Funken“) und bedeutet etwa „der Funkensprühende“, nicht „klein“.

19. Forseti: Der Sohn des Gottes Baldr und der Göttin Nanna, bekannt als Gott der Gerechtigkeit und der Versöhnung.

Wenn du dachtest, das war schon alles: weit gefehlt. Hier folgen einige männliche Namen mit spannenden Bedeutungen.

20. Yngvi: Ein anderer Name für den Gott Freyr, der als Stammvater des schwedischen Königshauses gilt.

21. Orvar: Der Name kommt von altnordisch ǫrvar, „Pfeile“. Berühmt ist er durch Örvar-Oddr („Pfeil-Odd“), einen legendären Helden der nordischen Überlieferung, dessen Geschichte die isländische Örvar-Odds saga aus dem 13. Jahrhundert erzählt.

22. Vidar: Der Name wird meist als „der weithin Herrschende“ gedeutet (zu altnordisch víðr, „weit“), nicht als „Krieger“. Vidars Eltern waren der Allvater Odin und die Riesin Grid. Bei Ragnarök rächt der schweigsame Gott seinen Vater und tötet den Wolf Fenrir (Völuspá; Gylfaginning 51).

23. Magni: Der Sohn der Riesin Jarnsaxa und des Gottes Thor. Sein Name bedeutet „der Starke“.

24. Modi: Aus dem Altnordischen übersetzt bedeutet der Name „zornig“. Modi war ein weiterer Sohn Thors.

25. Delling: Altnordisch Dellingr. Der Name steht für die „Morgendämmerung“ oder „den Leuchtenden“. Nach Snorri stammte Delling aus dem Geschlecht der Asen und war der Ehemann der Nott.

26. Dagr: Der Sohn von Nott und Delling. Sein Name verkörpert „den Tag“.

27. Buri: Der Urvater der Götter in der nordischen Mythologie und der Großvater Odins.

28. Mímir: Ein Weiser unter den Asen, der nach dem Krieg zwischen Asen und Wanen als Geisel zu den Wanen kam. Die Wanen enthaupteten ihn, und Odin bewahrte sein Haupt, das ihm seither Rat gibt (Ynglinga saga 4). Mimir galt als Inbegriff der Weisheit und des Wissens.

29. Andhrimnir: Der berühmte Koch Walhallas. Nach den Grímnismál (Strophe 18) und Snorri kocht er jeden Tag den Eber Saehrimnir im Kessel Eldhrimnir für die Einherjer, die gefallenen Krieger, und am Abend ist der Eber wieder heil.

30. Kvasir: Ein Wesen, das die Asen und Wanen bei ihrem Friedensschluss aus ihrem Speichel erschufen. Kvasir war so weise, dass er jede Frage beantworten konnte; aus seinem Blut brauten die Zwerge Fjalar und Galar den Met der Dichtkunst (Skáldskaparmál).

31. Alvis: Der Zwerg, der Thors Tochter heiraten wollte, aber hereingelegt wurde: Thor hielt ihn mit Fragen hin, bis die Sonne aufging. Das Gedicht endet damit, dass ihn das Tageslicht überrascht, was meist so gedeutet wird, dass er zu Stein erstarrte. Obwohl sein Name „der Allweise“ bedeutet, war er offenbar alles andere als weise.

32. Bragi: Der Schutzherr der Skalden, zugleich bekannt als Gott der Redekunst und der Dichtung.

33. Vali: Der Sohn von Rindr und dem Allvater Odin. Er wurde mit nur einem Ziel geboren und aufgezogen: Hödur zu töten und so Baldur zu rächen.

34. Hoenir: Er gehörte zu den Asen. Nach der Völuspá schenkte er den ersten Menschen den Verstand. Nach dem Wanenkrieg kam er als Geisel zu den Wanen und antwortete dort ohne Mímirs Rat nur: „Mögen andere entscheiden“ (Ynglinga saga 4). Als Kriegergott ist Hoenir nirgends belegt; der Beiname „Gott des Schweigens“ ist eine moderne Deutung dieser Szene.

35. Hödur: Der blinde Sohn Odins, der auf Lokis Anstiften Baldur mit einem Mistelzweig tötete (Gylfaginning 49). Die Deutung als „Wintergott“ stammt aus der Naturmythologie des 19. Jahrhunderts, nicht aus den Quellen.

36. Ull: Thors Stiefsohn und der Sohn Sifs. Der Name bedeutet „die Herrlichkeit“, und Ull galt als Bogenschütze und Skiläufer, den man im Zweikampf anrief; heute wird er oft Gott der Jagd genannt.

37. Fornjot: Ein uralter Urriese, der als Stammvater von Meer, Wind und Feuer in Erinnerung blieb.

38. Austri: Einer der Zwerge der nordischen Mythologie. Austri gilt auch als einer der vier Träger des Himmels.

39. Ivaldi: Der Zwerg, dessen kunstfertige Söhne einige der größten Schätze der Götter schmiedeten, darunter Sifs goldenes Haar und das Schiff Skidbladnir.

40. Andvari: Er spielte eine bedeutende Rolle in der nordischen Mythologie. Andvari war ein Zwerg, der in Gestalt eines Hechts in einem Wasserfall lebte und großes Gold besaß. Loki zwang ihn, es herauszugeben, damit die Götter Hreidmar das Wergeld für dessen Sohn Otr zahlen konnten, und Andvari verfluchte daraufhin den Ring Andvaranaut und das ganze Gold (Reginsmál; Skáldskaparmál).

41. Tyr: Ein weiterer Gott der großen Asen. Tyr galt als Gott des Krieges und der Gerechtigkeit. Der Gott Tyr ist derjenige, der seine Hand an Fenrir verlor. Seitdem ist er einhändig, wie Snorri ausdrücklich sagt.

Porträt des nordischen Gottes Tyr

Der nordische Gott Tyr

42. Fjalar: In der Völuspá der hellrote Hahn, der den Riesen mit seinem Krähen den Beginn von Ragnarök ankündigt.

43. Baugi: Ein Riese und der Bruder Suttungs, dem der Met der Dichtkunst gehörte. Odin arbeitete unter dem Namen Bölverk einen Sommer lang als Knecht für Baugi, der ihm dafür einen Schluck vom Met verschaffen sollte. Baugi bohrte mit dem Bohrer Rati ein Loch in den Berg, durch das Odin zum Met gelangte (Skáldskaparmál).

44. Geirod: Ein Riese und erbitterter Feind Thors. Loki musste Thor ohne Hammer und Kraftgürtel in Geirods Halle locken, doch mit Grids Hilfe tötete Thor ihn (Skáldskaparmál; Þórsdrápa).

45. Garm: Ein weiteres spannendes Wesen der nordischen Sagen. Garm war der Höllenhund der Unterwelt: Sein Bellen vor der Gnipahöhle kündigt Ragnarök an, und dann kämpft er mit Tyr, bis beide fallen (Völuspá; Gylfaginning 51).

46. Ægir: Der Riese des Meeres; sein Name bedeutet „Meer“. Er war der Mann von Ran, und ihre neun Töchter sind die Wellen. Berühmt war Ægir als Brauer und Gastgeber der Götter: Das Gedicht Lokasenna spielt bei seinem Gelage, in der Hymiskviða holt Thor einen riesigen Kessel für sein Bier, und zu Beginn von Snorris Skáldskaparmál erzählt Bragi ihm die Geschichten der Götter. Ægir hieß auch Hlér, und unter diesem Namen erscheint er als Sohn Fornjots.

47. Hreidmar: In den nordischen Sagen ein mächtiger und sehr zauberkundiger Mann, der Vater von Fafnir, Regin und Otr. Als die Götter Otr töteten, forderte er Andvaris Gold als Wergeld und wurde später von Fafnir deswegen erschlagen (Skáldskaparmál; Reginsmál). „König der Zwerge“ nennt ihn keine Quelle.

48. Volund: Der legendäre Meisterschmied, auch Wieland genannt, in der nordischen und germanischen Sagenwelt berühmt für seine Kunst.

49. Hugi: In den nordischen Mythen und Sagen als Riese bekannt. Sein Name bedeutet übersetzt „Gedanke“.

50. Hrungnir: Der Riese der nordischen Mythologie, den der Donnergott Thor erschlug.

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Weibliche Namen der nordischen Mythologie

Neben den bekannten Männernamen hat die nordische Mythologie auch viele beliebte Frauennamen zu bieten. Manche sind berühmter als andere, doch die meisten kennt jeder, der sich ein wenig mit der nordischen Mythologie auskennt.

Hier sind einige weibliche Namen der nordischen Mythologie:

1. Freya: Eine der einflussreichsten weiblichen Gestalten und Namen unter den Asen. Freya war in der nordischen Mythologie die Göttin der Schönheit, des Todes, des Krieges und der Liebe. Das Wort „Freya“ bedeutet übersetzt „Herrin“. In den USA ist der Name in den letzten Jahren ziemlich beliebt geworden. Sieh dir unseren wunderschönen Anhänger zu Ehren Freyas an.

2. Hel: Sie war die Göttin der Unterwelt, die ebenfalls Hel hieß. Daher stammt ihr Name. Hel war die Tochter Lokis, des Gottes des Unfugs.

3. Sigyn: In der nordischen Mythologie die Göttin der Treue. Sigyn ist auch als Lokis Ehefrau bekannt, und ihr Name bedeutet etwa „Freundin des Sieges“.

4. Syn: Eine Göttin der nordischen Mythologie, deren Name „die Verweigerung“ bedeutet. Syn bewachte Friggs große Halle. Ihre Aufgabe war es, alle fernzuhalten, die in Friggs Halle nicht willkommen waren.

5. Signy: Die Ehefrau Siggeirs und die Zwillingsschwester Sigmunds. Der Name Signy setzt sich aus „Sigr“ für „siegreich“ und „ny“ für „neu“ zusammen.

6. Sif: Die Ehefrau des Donnergottes Thor. Aus dem Altnordischen übersetzt bedeutet ihr Name „Verschwägerung“ oder „Sippe“ (vgl. altnordisch sifjar, „Verwandtschaft durch Heirat“).

7. Hildr: Eine Walküre der nordischen Mythologie. Hilda ist die moderne Form des altnordischen Namens Hildr.

8. Astrilde: Eine Liebesgöttin, gewissermaßen der „Amor“ des Nordens, allerdings eine späte Erfindung: Astrild(e) kommt in keiner altnordischen Quelle vor. Die Figur schufen schwedische und dänische Dichter der frühen Neuzeit, wohl zuerst Georg Stiernhielm im 17. Jahrhundert, als nordisches Gegenstück zu Amor.

9. Hulda: Die Zauberin der nordischen Mythologie. In der Ynglinga saga verhext die Seherin Huld im Auftrag Drífas den Schwedenkönig Vanlandi. Das skandinavische Wort „huld“ bedeutet zwar „hold, gnädig“, der Name Hulda gehört aber zu altnordisch hulda, „Verhüllung, Verborgenheit“.

10. Skadi: In der nordischen Mythologie als Bergriesin bekannt. Aus dem Altnordischen übersetzt bedeutet der Name Skadi „Schaden“. Skadi war die Ehefrau Njords und später die Ehefrau Odins.

Die nordische Göttin Skadi

Die nordische Göttin Skadi

11. Eir: Sie gilt als nordische Göttin der Heilkunst und der Heilung. Eir wird etwa „Ejr“ ausgesprochen, und der Name bedeutet „Hilfe, Gnade“.

12. Embla: Der erste weibliche Mensch, den die Asen erschufen. Embla entspricht der biblischen Eva. Wie ihr Gefährte Ask wurde auch Embla aus einem Baum gemacht. Die Bedeutung von Embla ist umstritten: Oft wird „Ulme“ angenommen, andere denken an „Weinrebe“.

13. Nanna: In der nordischen Mythologie eine Göttin, die vor Kummer starb, nachdem ihr Ehemann getötet worden war. Der Name Nanna wird oft vom germanischen Wortstamm nanþ- abgeleitet, der „wagemutig, kühn“ bedeutet.

14. Saga: Eine Göttin der nordischen Mythologie, die vor allem dafür bekannt ist, dass sie stets mit dem Allvater Odin trank.

15. Atla: In den Hyndluljóð (Strophe 37) eine der neun Mütter Heimdalls; sonst ist über sie nichts überliefert. Der Name gehört wohl zu altnordisch atall, „wild, streitbar“. Als „Göttin des Wassers“ mit der Bedeutung „Wasser“ führen sie erst moderne Namenslisten; die Verbindung zum Meer beruht nur auf der Vermutung, Heimdalls Mütter seien Wellen gewesen.

16. Idunn: In der nordischen Mythologie die Hüterin der Äpfel, die die Götter jung halten: Wer von ihnen aß, wurde wieder jung (Gylfaginning 26). Von goldenen Äpfeln spricht Snorri nicht, und als Göttin des Frühlings gilt Idunn erst in moderner Deutung. Altnordisch heißt sie Iðunn und wird „Ithunn“ ausgesprochen, mit einem weichen th wie im englischen „the“.

17. Angrboda: Eine der berühmtesten Riesinnen der gesamten nordischen Mythologie. Sie gebar Hel, den gewaltigen Wolf Fenrir und die Schlange von Midgard, Jörmungandr. Der Vater ihrer Kinder war der listige Gott Loki.

Jetzt widmen wir uns einigen Frauennamen, die der breiten Öffentlichkeit weniger vertraut sind.

18. Verdandi: Eine der Nornen der nordischen Mythologie. Verdandi war die Göttin, die das Schicksal beeinflusste.

19. Sol: Der Name „Sol“ bedeutet schlicht „Sonne“. Sol war die Sonnengöttin der nordischen Mythologie, die nach Snorri den Sonnenwagen lenkt.

20. Gerd: Die Riesin, um die Freyr in den Skírnismál wirbt und die danach zu den Göttinnen gezählt wurde; als Fruchtbarkeitsgöttin gilt sie erst in moderner Deutung. Gerd war Freyrs Ehefrau, und ihr Name bedeutet „Umzäunung“.

21. Skuld: Der Name einer der Walküren des nordischen Kosmos. Skuld ist zugleich die jüngste der drei Nornen, und ihr Name bedeutet „Zukunft“.

22. Svanhild: In der nordischen Mythologie die Tochter von Sigurd und Gudrun. In Norwegen ist der Name bis heute als Svanhild gebräuchlich, im Deutschen auch als Schwanhild, und er bedeutet „Kampfschwan“.

23. Grid: Eine weitere Frostriesin der nordischen Mythologie. Der Name bedeutet übersetzt „Frieden“. Dennoch half Grid Thor im Kampf gegen den Riesen Geirrod. Grid war außerdem als Mutter Vidars bekannt.

24. Groa: Eine Seherin (altnordisch Vǫlva), die Zaubergesänge beherrschte: Bei Snorri versucht sie, Thor einen Splitter des Wetzsteins aus dem Kopf zu singen. Der Name Groa stammt von einem altnordischen Wort, das „wachsen“ bedeutet.

25. Borghild: Im nordischen Mythenkosmos als Ehefrau Sigmunds bekannt. Ihr Name setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: „borg“ für „Befestigung“ und „hild“ für „Kampf“.

26. Vor: Eine Göttin der Weisheit in der nordischen Mythologie. Der Name Vor bedeutet übersetzt „die Achtsame“.

27. Nott: Die Tochter des Riesen Narfi. In der nordischen Mythologie verkörpert ihr Name die Nacht.

28. Weth: Dieser Name ist in keiner altnordischen Quelle belegt. Weder eine Göttin Weth noch eine „Göttin des Zorns“ mit der angeblichen Bedeutung „die Zerstörung“ kommt in den Edden oder Sagas vor; der Eintrag stammt aus modernen Namenslisten.

29. Lofn: Nach Snorri eine milde Göttin, die Liebenden von Odin und Frigg die Erlaubnis zur Ehe verschafft, auch wenn diese Ehe zuvor verboten oder verweigert war. Deshalb gilt sie als Göttin der verbotenen Liebe.

30. Gefjon: Eine Göttin, die mit Reinheit, dem Pflügen und Wohlstand verbunden ist; der Sage nach pflügte sie die Insel Seeland aus Schweden heraus.

31. Eisa: Der Name bedeutet „Glut“. In der altnordischen Überlieferung (Hversu Noregr byggðist) ist Eisa eine Tochter des Feuerriesen Logi, nicht Lokis; als Lokis Tochter erscheint sie erst in moderner Literatur, durch eine Verwechslung von Logi und Loki. Ihr Name wird „Ej-sa“ ausgesprochen.

32. Urd: Die erste und älteste der drei Nornen. Ihr Name bedeutet „Schicksal“.

33. Heidrun: Die Ziege, die auf dem Dach Walhalls in Asgard steht. Sie frisst die Blätter des Baumes Lærad und gibt Met aus ihrem Euter, genug für alle Einherjer. Ihr Name wird oft als „klar und hell“ gedeutet.

34. Sigrun: Eine weitere Walküre der nordischen Sagen. Ihr Name setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: „sigr“ für „Sieg“ und „run“ für „Geheimnis“.

35. Jörd (Joro): Die Göttin der Erde und Thors Mutter. Altnordisch heißt sie Jǫrð, eingedeutscht Jörd; die Form „Joro“ kommt in den Quellen nicht vor und ist wohl ein Lesefehler für „Jorð“. Ihr Name bedeutet „Erde“.

36. Hlin: In den nordischen Sagen als Göttin des Trostes und des Schutzes bekannt. Das Wort „hlin“ bedeutet übersetzt „Schutz“.

37. Hnoss: Die Tochter der Göttin Freya, so lieblich, dass ihr Name zum Wort für einen Schatz oder eine Kostbarkeit wurde.

38. Fulla: Eine Dienerin Friggs, die deren Kästchen und Schuhe verwahrt und ihre Geheimnisse kennt. Fulla trägt ihr Haar offen, mit einem goldenen Band um den Kopf.

39. Var: In den nordischen Sagen als Göttin der Versprechen und Vereinbarungen bekannt. Ihr Name gehört zu altnordisch várar, „Gelöbnisse, Eide“, und nach Snorri straft sie jeden, der solche Eide bricht.

40. Sjofn: In den nordischen Sagen sehr bekannt als Göttin der Liebe. Sjofn wendet nach Snorri die Gedanken von Männern und Frauen der Liebe zu; dass sie Wunden heilte, ist nirgends überliefert.

41. Rindr: Bei Saxo Grammaticus ist Rinda die Tochter des Königs der Ruthenen. Sie war die Gefährtin des Allvaters Odin und die Mutter Valis. Dass ihr Vater Billing hieß, ist nur eine Vermutung, die sich auf „Billings Mädchen“ in den Hávamál stützt.

42. Snotra: Eine Göttin, die Snorri als klug und von feinem Benehmen beschreibt; nach ihr nennt man kluge Menschen „snotr“. Sie gilt daher als Göttin der Weisheit.

43. Ran: In den nordischen Sagen wird sie als gierige und grausame Göttin dargestellt. Ran war die Meeresgöttin, die mit ihrem Netz die Ertrunkenen fing, und mit ihr und ihrem Mann Ægir verband man Seestürme und riesige Wellen.

44. Bil: Den nordischen Sagen zufolge ein Kind, das Mani über den ganzen Himmel folgte. Ihr Name wird meist als „Augenblick“ oder „Nachlassen“ gedeutet, was gut zum abnehmenden Mond passt.

45. Elli: Dieser Name bedeutet übersetzt „Alter“. Elli verkörpert in den nordischen Sagen und Mythen das hohe Alter.

46. Frigg: Aus dem Altnordischen übersetzt bedeutet der Name „Geliebte“. Frigg war die höchste der Göttinnen, Odins Frau und Baldurs Mutter, und nach der Lokasenna kennt sie alle Schicksale, ohne sie auszusprechen.

Die nordische Göttin Frigg und ihre Dienerinnen

Die nordische Göttin Frigg und ihre Dienerinnen

47. Nerthus: Bei Tacitus (Germania, Kapitel 40, um 98 n. Chr.) die „Mutter Erde“ mehrerer germanischer Stämme, also keine Gestalt der altnordischen Quellen. Wenn ihr Wagen von ihrer Insel aus durch das Land zog, herrschten Frieden und Ruhe, und alle Waffen wurden weggeschlossen. Ihr Name entspricht sprachlich dem des nordischen Gottes Njörd.

48. Laga: Eine Göttin Laga ist in keiner altnordischen Quelle belegt. Als „Göttin der Quellen“ taucht sie erst in modernen Namenslisten auf, vielleicht angelehnt an altnordisch lǫgr („Wasser, See“). Auch für eine Verbindung zu einer keltischen Göttin „Laha“ gibt es keinen Beleg.

49. Eostre: Eine angelsächsische und keine nordische Göttin, die nur Beda im Jahr 725 erwähnt: Nach ihr soll der April „Eosturmonath“ geheißen haben, und davon leitet sich das englische Wort „Easter“ für Ostern ab.

50. Gunnlod: Die Riesin, die tief im Berg den Met der Dichtkunst hütete, bis Odin ihn ihr abgewann.

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Einen Lieblingsnamen gefunden? Gib ihn in unseren kostenlosen Runen-Übersetzer ein und sieh, wie er im Älteren Futhark, im Jüngeren Futhark oder im angelsächsischen Futhorc eingeritzt worden wäre.

Die Namen der nordischen Mythologie spielen eine wichtige Rolle

Männliche und weibliche Namen haben eines gemeinsam: Sie sollten die Tugenden oder Schwächen einer Gestalt einfangen. Göttern und Wesen Namen zu geben, die ihr Wesen beschreiben, war für die Nordmänner ein natürlicher Weg, sich ihre Geschichten zu merken und sie weiterzuerzählen. Zu den Symbolen, die diese Götter trugen, findest du mehr in unserem bebilderten Leitfaden zu nordischen Symbolen und ihrer Bedeutung, und zu den Welten, in denen sie lebten, in unserem Leitfaden zu den neun Welten.

Es gibt unzählige nordische Namen, und wir möchten dir einige der verbreitetsten und meistgenutzten vorstellen. Hinter den meisten der oben genannten Namen steht eine eigene Geschichte; einige wenige kennen wir dagegen nur aus Namenslisten oder aus moderner Literatur.

Auch wenn manche Namen ähnlich wirken, unterscheidet sich ihre Aussprache deutlich, und damit auch ihre Bedeutung. Manche altnordischen Wörter sind bis heute gleich geblieben, andere haben sich im Lauf der Zeit verändert. Viele nordische Namen sind bis heute beliebt. In ganz Skandinavien haben die Menschen diese Namen bewahrt und geben sie noch immer ihren Kindern.

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Nordische Namen in der Popkultur

Wenn du bedenkst, wie wichtig manche Namen der nordischen Mythologie in der Wikingerzeit waren, verstehst du, warum Fans der nordischen Mythologie sie bis heute verwenden. In den skandinavischen Ländern hat ihre Beliebtheit kein bisschen nachgelassen. Mehr noch: Menschen auf der ganzen Welt, die sich für die nordische Mythologie begeistern, benennen ihre Kinder gern nach einigen der großartigen Gestalten aus den Listen oben.

Ein hervorragendes Beispiel ist der Name „Freya“, der in den USA und in Großbritannien immer beliebter geworden ist. Auch viele andere bekannte Namen wie Thor, Odin, Skadi, Saga, Nanna oder Loki geben Eltern auf der ganzen Welt ihren Kindern.

Wer weiß: Wenn der Trend anhält, gibt es vielleicht bald genug Menschen mit den Namen berühmter nordischer Götter, um eine ganz eigene nordische Mythologie der Neuzeit zu begründen. Könnten wir auch noch ihre Kräfte und Tugenden erben, wäre es umso besser.

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Zum Schluss

Die Namen der nordischen Mythologie sind vielfältig, und jeder steht für eine bestimmte Eigenschaft. Die Wikinger glaubten, dass sie den Allvater Odin preisen sollten, wenn ihnen etwas Gutes widerfuhr, etwa ein Sieg in der Schlacht, denn Odin stand für Krieg, Kampf, Weisheit und Sieg. Ebenso war es, wenn die Wikinger ein Kind erwarteten: Dann ehrten sie die Göttin der Fruchtbarkeit und so weiter.

Die Wikinger glaubten, dass alles aus gutem Grund und nach dem Willen ihrer Götter geschieht. Deshalb waren Opferrituale, mit denen sie die Götter gnädig stimmten, ein zentraler Bestandteil ihrer Kultur. Das Heidentum ist ein spannendes Thema, und die Heiden waren Menschen, die ihrem Glauben mit großer Hingabe folgten.

Welche Namen gefallen dir am besten? Die bekanntesten kanntest du vermutlich schon, aber wie sieht es mit den übrigen aus? Waren Namen dabei, die dir gefallen haben? Welche waren deine Favoriten und warum? Würdest du deine Kinder nach einer der bekanntesten Gestalten der nordischen Mythologie benennen, und wenn ja, nach welcher? Schreib uns deine Antworten unten in die Kommentare.

Nordische Götter und Namen: häufige Fragen

Wer sind die wichtigsten nordischen Götter?

Zu den wichtigsten nordischen Göttern gehören Odin, Thor, Loki, Frigg, Freya, Freyr, Njord, Baldr, Tyr, Heimdall und Bragi. Sie gehören zwei Familien an, den Asen und den Wanen.

Wer ist der mächtigste nordische Gott?

Odin, der Allvater, ist das Oberhaupt der Asen und gilt meist als mächtigster nordischer Gott: Gott des Krieges, der Weisheit, der Dichtung und der Toten. Sein Sohn Thor ist an reiner Körperkraft der Stärkste.

Welche zwei Götterfamilien gibt es in der nordischen Mythologie?

Die Asen (darunter Odin, Thor, Frigg und Tyr) und die Wanen (darunter Njord, Freyr und Freya). Nach dem Krieg zwischen Asen und Wanen schlossen sie Frieden und tauschten Geiseln aus; so kamen Njord, Freyr und Freya nach Asgard.

Wie viele nordische Götter gibt es?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Die Edden nennen mehrere Dutzend Götter, Göttinnen und andere Wesen, doch in den erhaltenen Mythen stehen etwa ein Dutzend Hauptgottheiten im Mittelpunkt.

Was bedeuten nordische Namen?

Die meisten altnordischen Namen beschreiben eine Tugend, eine Rolle oder eine Eigenschaft, zum Beispiel Gunnar („Krieger“), Sigurd („Siegeswächter“) und Freya („Herrin“). Viele sind in Skandinavien bis heute gebräuchlich. Wenn du die Bedeutung eines altnordischen Namensbestandteils selbst nachschlagen willst, nutze unser kostenloses altnordisches Wörterbuch mit Übersetzer.

Mehr über die Gestalten hinter diesen Namen erfährst du in unserem Überblick über die nordischen Götter und Göttinnen und in der Liste der beliebtesten Göttinnennamen, die Symbole, die sie trugen, erklären wir in einem eigenen Leitfaden, jeden Namen kannst du im Altnordisch-Übersetzer nachschlagen, und passende Stücke findest du in unserem Wikingerschmuck.

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